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Fachthema

ADHS bei Pflegekindern
Diagnose, Medikation und Alltagsstrategien

Viele Pflegekinder erhalten eine ADHS-Diagnose — doch hinter den Symptomen steckt oft ein Trauma. Dieser Fachratgeber erklärt, wie echte ADHS von Traumafolgen zu unterscheiden ist, was Pflegeeltern über Medikation und Sorgerecht wissen müssen und welche Alltagsstrategien wirklich helfen.

11 Min. LesezeitAktualisiert: Februar 2026Fachlich geprüft

Was ist ADHS?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die nach dem aktuellen internationalen Klassifikationssystem ICD-11 unter dem Code 6A05 geführt wird. Sie zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter: In Deutschland sind schätzungsweise etwa fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen betroffen, Jungen werden rund dreimal häufiger diagnostiziert als Mädchen — wobei die Störung bei Mädchen oft später und unter anderem klinischen Bild erkannt wird.

Die Kernsymptome lassen sich in drei Bereiche gliedern, die je nach Subtyp unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Wichtig: Nicht jedes unruhige oder unaufmerksame Kind hat ADHS. Die Symptome müssen entwicklungsinadäquat sein, in mehreren Lebensbereichen auftreten (Schule und Zuhause) und vor dem zwölften Lebensjahr begonnen haben.

Die drei Kernsymptome

Unaufmerksamkeit

Das Kind verliert leicht den Faden, macht Flüchtigkeitsfehler, vergisst Alltagsaufgaben, hat Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu führen und lässt sich durch äußere Reize leicht ablenken. Besonders auffällig ist die Diskrepanz: Bei hochinteressanten Tätigkeiten (Computerspiele, Lego) zeigt das Kind oft eine außergewöhnliche Konzentration (Hyperfokus).

Hyperaktivität

Das Kind zappelt, kann nicht still sitzen, läuft in unpassenden Situationen herum, redet übermäßig viel. Bei Jugendlichen wandelt sich Hyperaktivität häufig zu einem subjektiven inneren Unruhegefühl — der Hyperaktivitäts-Subtyp wird dann oft übersehen.

Impulsivität

Das Kind platzt mit Antworten heraus, kann kaum warten, handelt ohne Nachzudenken, bricht in Gespräche anderer ein. Impulsivität führt oft zu sozialen Konflikten und wird fälschlicherweise als Unerzogenheit interpretiert — ein häufiges Missverständnis mit weitreichenden Folgen.

Subtypen nach ICD-11

Die ICD-11 unterscheidet drei Verlaufsformen, die unterschiedliche diagnostische und therapeutische Konsequenzen haben:

6A05.0

Vorwiegend unaufmerksamer Typ (ADHS-U)

Typisch für Mädchen und ältere Kinder. Keine oder kaum Hyperaktivität — das Kind wirkt eher verträumt, langsam, vergesslich. Wird sehr häufig übersehen oder als Faulheit fehlinterpretiert.

6A05.1

Vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ (ADHS-HI)

Tritt häufiger bei Vorschulkindern auf. Stark ausgeprägte motorische Unruhe und Impulsivität, relativ geringere Unaufmerksamkeit. Fällt früh auf.

6A05.2

Kombinierter Typ (ADHS-C)

Die häufigste Verlaufsform. Alle drei Kernsymptome sind deutlich ausgeprägt. Tritt in der Regel vor dem siebten Lebensjahr in Erscheinung und bleibt oft bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Gut zu wissen

Neurobiologie: ADHS ist keine Erziehungsfrage. Neurobiologisch zeigen sich bei ADHS eine verminderte Aktivität im präfrontalen Kortex (Impulskontrolle, Planung) und Besonderheiten im dopaminergen und noradrenergen System. Die Heritabilität liegt bei ca. 70–80 % — ADHS ist damit stärker genetisch bedingt als Diabetes Typ 2.

ADHS und Trauma — die schwierige Abgrenzung

Dies ist der wichtigste Abschnitt dieses Ratgebers für Pflegeeltern. Viele Kinder, die in Pflegefamilien leben, zeigen Verhaltensweisen, die klinisch wie ADHS aussehen — die aber tatsächlich Traumafolgesymptome sind. Die Konsequenzen einer Fehldiagnose sind erheblich: Ein traumatisiertes Kind, das fälschlicherweise mit Stimulanzien behandelt wird, bekommt nicht die traumatherapeutische Unterstützung, die es wirklich braucht.

Die S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (AWMF-Register Nr. 028-045) empfiehlt ausdrücklich, vor der ADHS-Diagnose eine sorgfältige Traumaanamnese durchzuführen — insbesondere bei Kindern mit bekannter Vorgeschichte von Vernachlässigung, Misshandlung oder häufigen Beziehungsabbrüchen. Bei Pflegekindern ist dies nahezu immer gegeben.

Wie Trauma ADHS imitiert

ADHS-SymptomTraumafolge, die es imitiertUnterschied
Hyperaktivität, motorische UnruheHypervigilanz — dauerhafter Alarmzustand des NervensystemsBei Trauma: Unruhe nimmt in sicherer Umgebung ab; bei ADHS bleibt sie auch in Ruhe bestehen
Unaufmerksamkeit, AbwesenheitDissoziation — Bewusstsein trennt sich als SchutzreaktionBei Dissoziation: Das Kind ist nicht erreichbar, reagiert kaum; bei ADHS lässt es sich leicht ablenken, reagiert aber auf Ansprache
Impulsivität, unkontrollierte ReaktionenAffektdysregulation nach traumatischer Erfahrung, Trigger-ReaktionenBei Trauma: Impulsausbrüche haben oft erkennbare Auslöser (Trigger); bei ADHS erscheinen sie häufig kontextunabhängig
Vergesslichkeit, DesorganisationGedächtnisbeeinträchtigung durch chronischen Stress (erhöhter Cortisol-Spiegel schädigt Hippocampus)Bei Trauma: Gedächtnislücken betreffen oft spezifische Zeiträume oder Kontexte; bei ADHS ist Vergesslichkeit allgegenwärtig
SchlafstörungenAlbträume, Hypervigilanz in der Nacht, nächtliches Wachsein aus SicherheitsgründenBeide können Schlafstörungen verursachen — hier ist Einzelfallklärung nötig

Komorbidität: Beides ist möglich

Ein entscheidender Punkt: ADHS und eine Traumafolgestörung können gleichzeitig vorliegen. Tatsächlich haben Menschen mit ADHS ein erhöhtes Risiko, traumatische Erfahrungen zu machen — weil impulsives Verhalten zu Konflikten führt und weil ADHS das Risiko von Vernachlässigung (überforderte Eltern) erhöhen kann. Eine Komorbidität verlangt eine kombinierte Behandlung: Traumatherapie und ADHS-spezifische Interventionen sind dann beide nötig.

Wichtig

Grundsatz: Bei Pflegekindern mit bekannter Vorgeschichte von Vernachlässigung oder Misshandlung gilt: Traumaanamnese und Traumadiagnostik vor der ADHS-Diagnose. Das ist keine akademische Empfehlung, sondern ein klinischer Standard gemäß S3-Leitlinie ADHS (AWMF 2018). Eine vorschnelle ADHS-Diagnose kann die traumatherapeutische Behandlung verzögern oder verhindern.

Ausführlicher Ratgeber

Traumatisierte Pflegekinder: Verstehen, Begleiten, Stärken

Traumafolgestörungen erkennen, Traumapädagogik im Alltag und professionelle Therapiemöglichkeiten.

Diagnostik bei Pflegekindern — was zu beachten ist

Eine valide ADHS-Diagnose bei Pflegekindern ist anspruchsvoll. Die oft lückenhafte Vorgeschichte, die unklare Medikationshistorie aus der Herkunftsfamilie und die Überlagerung mit Traumasymptomen stellen Diagnostikerinnen und Diagnostiker vor besondere Herausforderungen. Pflegeeltern können aktiv dazu beitragen, dass die Diagnostik gelingt — wenn sie wissen, worauf es ankommt.

Wer darf die Diagnose stellen?

In Deutschland ist die Diagnose ADHS Aufgabe von Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder qualifizierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen. Eine reine Diagnose durch den Kinderarzt (ohne psychiatrische Zusatzausbildung) ist laut S3-Leitlinie nicht ausreichend. Für Pflegekinder empfiehlt sich die Diagnostik in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), das eine interdisziplinäre Perspektive vereint.

Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Empfohlene erste Anlaufstelle

Interdisziplinäres Team aus Kinderärzten, Psychologen, Ergotherapeuten und Sozialpädagogen. Wartezeit: 3–6 Monate. Kosten werden von der GKV übernommen. Besonders geeignet, wenn komplexe Diagnosen (Trauma + ADHS + Entwicklungsverzögerung) möglich sind.

Kinder- und Jugendpsychiater (niedergelassen)

Bei kürzerer Wartezeit

Kassenärztliche Zulassung nötig. Wartezeit je nach Region 2–6 Monate. Kassenfinanziert. Kann ADHS-Diagnostik und Medikation einleiten. Für Traumadiagnostik ggf. zusätzliche Fachkraft nötig.

Universitätskliniken / Ambulanzen

Bei komplexen Fragestellungen

Hochspezialisierte Einrichtungen mit wissenschaftlich validierten Verfahren. Geeignet bei unklarem Bild, Kombination aus ADHS und Traumafolgestörung oder bei gescheiterter Vordiagnostik. Oft längere Wartezeiten.

Private Diagnostik

Schnell, aber kostenpflichtig

Wartezeit unter 4 Wochen. Kosten: 500–1.500 Euro, nicht kassenfinanziert. Ergebnisse können für Nachteilsausgleich genutzt werden. Jugendamt kann in Ausnahmefällen die Kosten übernehmen — Anfrage lohnt sich.

Diagnostische Instrumente

Eine leitliniengerechte ADHS-Diagnostik ist multiaxial — sie betrachtet mehrere Ebenen gleichzeitig: klinisches Bild, Entwicklungsgeschichte, Befragung von Bezugspersonen, standardisierte Tests und testpsychologische Untersuchung.

CBCL (Child Behavior Checklist)

Standardisierter Eltern- und Lehrerfragebogen, der Verhaltensauffälligkeiten in verschiedenen Dimensionen erfasst — nicht ADHS-spezifisch, aber sehr breit.

Conners-Skalen (Conners 3)

ADHS-spezifische Fragebögen für Eltern, Lehrer und das Kind selbst. Erfassen alle ADHS-Dimensionen und Komorbiditäten. Normiert für das deutsche Sprachgebiet.

DISYPS-3 (Diagnostik-System für psychische Störungen)

Deutsches Standardinstrument für Kinder- und Jugendpsychiatrie, enthält ADHS-spezifische Diagnosebögen, kompatibel mit ICD-11.

Testpsychologische Untersuchung (IQ, Aufmerksamkeit)

Kognitive Leistungstests (z. B. HAWIK-V, K-ABC) sowie spezifische Aufmerksamkeitstests (KiTAP, TAP, d2). Ergänzen den klinischen Befund und schließen Intelligenzminderung oder Lernschwächen aus.

Traumaanamnese und Traumadiagnostik

Bei Pflegekindern zwingend. Instrumente: CATS (Child and Adolescent Trauma Screen), CPSS (Child PTSD Symptom Scale), klinisches Interview. Sollte idealerweise vor ADHS-Diagnostik erfolgen.

Tipp

Tipp für die Diagnostik: Bringen Sie zur Erstvorstellung alles mit, was Sie über die Vorgeschichte des Kindes wissen — Jugendhilfeakten (sofern vorhanden), Berichte aus der Kita oder Schule, Arztbriefe. Pflegekinder haben oft eine lückenhafte Biografie: Je mehr Kontext Sie liefern können, desto präziser kann die Diagnostik sein. Informieren Sie das SPZ vorab über den Pflegestatus des Kindes.

Medikation — was Pflegeeltern unbedingt wissen müssen

Wenn eine ADHS-Diagnose gestellt wird und der behandelnde Arzt eine medikamentöse Therapie empfiehlt, stehen Pflegeeltern vor einer rechtlichen und praktischen Frage, die viele überrascht: Wer muss zustimmen? Und welche Medikamente kommen in Frage?

Die rechtliche Lage: § 1688 BGB und das Sorgerecht

Pflegeeltern haben nach § 1688 BGB das Recht, „in Angelegenheiten des täglichen Lebens" für das Pflegekind zu entscheiden — dazu gehören Arztbesuche bei Erkältungen, Impfungen nach Schutzimpfungskalender oder das Abholen aus der Schule. Diese sogenannte Alltagssorge reicht jedoch ausdrücklich nicht für wesentliche medizinische Entscheidungen.

Die Entscheidung über den Beginn einer Behandlung mit Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Atomoxetin oder Guanfacin ist eine wesentliche medizinische Entscheidung. Sie geht über den Alltagsbereich hinaus — denn diese Medikamente sind verschreibungspflichtig, haben erhebliche Wirkungen und Nebenwirkungen und unterliegen im Fall von Methylphenidat und Lisdexamfetamin dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Wer muss zustimmen? — Klärung je nach Sorgerechtsstand

Eltern haben das vollständige Sorgerecht

Beide Elternteile (bei gemeinsamer elterlicher Sorge) oder der allein sorgeberechtigte Elternteil müssen zustimmen. Pflegeeltern können die Therapie begleiten, aber nicht allein entscheiden.

Jugendamt hat das Sorgerecht (§ 1666 BGB, § 42 SGB VIII)

Der vom Familiengericht bestellte Vormund (oft Jugendamt oder bestellter Einzelvormund) muss zustimmen. Zuständige Fachkraft beim Jugendamt kontaktieren.

Teilentzug des Sorgerechts (nur Gesundheitssorge übertragen)

Wenn das Familiengericht die Gesundheitssorge dem Jugendamt oder einem Vormund übertragen hat, entscheidet diese Person — nicht die leiblichen Eltern.

Pflegeeltern als Vormund bestellt

In seltenen Fällen werden Pflegeeltern selbst als Vormund bestellt. Dann können sie die Entscheidung selbst treffen.

Die wichtigsten ADHS-Medikamente im Überblick

Pflegeeltern sollten die Medikamente kennen, die ihr Kind möglicherweise erhält — um Wirkungen und Nebenwirkungen einschätzen, beobachten und kommunizieren zu können.

Methylphenidat

Handelsnamen: Ritalin, Medikinet, Concerta, Ritalin LA

StimulansBtM-pflichtig

Meistverordnetes ADHS-Medikament in Deutschland. Hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. Kurz- (4–6 Std.) und Langzeitpräparate (8–12 Std.). Wirkt bei ca. 70–80 % der Betroffenen positiv. Nebenwirkungen: Appetitminderung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck. Unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz — besonderes Rezept nötig.

Lisdexamfetamin

Handelsnamen: Elvanse

Stimulans (Amphetaminderivat)BtM-pflichtig

Prodrug: Wird im Körper zu Dextroamphetamin umgewandelt. Wirkt 10–14 Stunden, gut steuerbar. Zugelassen ab 6 Jahren. Häufig bei Kindern eingesetzt, die auf Methylphenidat nicht ausreichend ansprechen. Ebenfalls BtM-pflichtig. Nebenwirkungen ähnlich wie Methylphenidat.

Atomoxetin

Handelsnamen: Strattera

Nicht-Stimulans (selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer)

Kein Stimulans — kein Missbrauchspotenzial, kein BtM-Rezept. Wirkung tritt erst nach 4–8 Wochen ein (kein sofortiger Effekt). Geeignet, wenn Stimulanzien nicht toleriert werden, bei Angststörungen oder Suchtproblemen in der Familie. Nebenwirkungen: Übelkeit, Herzrate erhöht, Stimmungsschwankungen.

Guanfacin

Handelsnamen: Intuniv

Nicht-Stimulans (Alpha-2-Agonist)

Zugelassen als Zusatz- oder Alternativtherapie bei Kindern 6–17 Jahre. Besonders geeignet bei ausgeprägter Impulsivität und aggressivem Verhalten, auch bei Tic-Störungen als Komorbidität. Kein Missbrauchspotenzial. Nebenwirkungen: Müdigkeit (besonders zu Beginn), Blutdruckabfall, Kopfschmerzen.

Wichtig

Beobachtungspflicht der Pflegeeltern: Wenn ein Pflegekind ADHS-Medikamente erhält, sind Pflegeeltern die wichtigsten Beobachterinnen und Beobachter des Behandlungserfolgs. Dokumentieren Sie täglich: Wirkdauer, Appetit, Stimmung, Schlafverhalten, Schulleistung. Ohne diese Informationen können Ärzte die Dosierung nicht seriös anpassen. Nutzen Sie eine einfache Tabelle oder App — oder die Dokumentationsfunktion in Pflegeeltern.Space.

Alltagsstrategien für den Pflegealltag mit ADHS

Ob mit oder ohne Medikation — die wichtigsten Interventionen bei ADHS sind strukturell und verhaltenstherapeutisch. Pflegeeltern spielen dabei eine zentrale Rolle. Die folgenden Strategien basieren auf dem THOP-Programm (Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischer und oppositioneller Problemverhalten) und evidenzbasierten Elterntrainingsprogrammen.

Struktur und Routine: Das Fundament

Das ADHS-Gehirn hat Schwierigkeiten mit der internen Zeitwahrnehmung und mit dem Wechsel zwischen Aufgaben. Vorhersehbare Strukturen kompensieren diese neurobiologische Schwäche: Wenn das Kind weiß, was als nächstes kommt, muss es weniger kognitive Ressourcen für Orientierung aufwenden.

1

Feste Tagesstruktur mit visuellen Plänen

Erstellen Sie einen einfachen Tagesplan mit Bildern oder kurzen Texten. Aufstehen → Frühstück → Schule → Hausaufgaben → Freizeit → Abendessen → Schlafen. Hängen Sie den Plan gut sichtbar auf. Das Kind kann so seinen Tag selbst verfolgen und hat weniger Bedarf nach verbaler Führung.

2

Übergänge ankündigen und einleiten

Kinder mit ADHS haben große Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen Aktivitäten. Kündigen Sie Übergänge an: „In zehn Minuten ist Spielzeit vorbei, dann essen wir." Nutzen Sie einen sichtbaren Timer (Time Timer), nicht nur verbale Ankündigungen.

3

Aufgaben in kleine Schritte zerlegen

„Räum dein Zimmer auf” überfordert ein Kind mit ADHS. Besser: „Pack erst die Bücher ins Regal. Wenn du das geschafft hast, sagst du mir Bescheid.” Checklisten mit Häkchen geben dem Kind das Gefühl von Fortschritt und aktivieren das Belohnungssystem.

4

Klare, kurze Anweisungen geben

Ein Kind mit ADHS kann lange Anweisungsketten nicht im Arbeitsgedächtnis halten. Geben Sie immer nur eine Anweisung gleichzeitig. Sprechen Sie direkt, ruhig und in Augenhöhe. Vermeiden Sie Sarkasmus und lange Erklärungen — sie gehen verloren.

5

Reizreduzierung in der Umgebung

Hausaufgaben am ruhigen Tisch, nicht vor dem Fernseher. Bildschirmgeräte im Sichtfeld abschalten. Unordnung reduzieren. Das ADHS-Gehirn ist nicht in der Lage, irrelevante Reize zu filtern — helfen Sie nach.

Belohnungssysteme und Token-Ökonomie

Das ADHS-Gehirn reagiert stark auf unmittelbare Belohnung und kaum auf verzögerte Konsequenzen. Klassische Erziehungsansätze, die auf Vernunft und Konsequenzen setzen, wirken bei ADHS deshalb oft nicht. Stattdessen helfen:

Token-System (Münzensystem)

Das Kind bekommt für erwünschtes Verhalten sofort sichtbare Token (Chips, Münzen, Aufkleber). Wenn genug gesammelt sind, werden sie gegen eine Belohnung eingelöst. Wichtig: Die Zielpunkte müssen für das Kind erreichbar sein — nicht frustrierend hoch.

Unmittelbares Lob und soziale Verstärkung

Loben Sie sofort und spezifisch: „Du hast fünf Minuten still gearbeitet — das ist toll!" Nicht: „Heute warst du braver." Das ADHS-Gehirn verarbeitet spezifisches, unmittelbares Lob neurobiologisch effektiver.

Negative Konsequenzen klein halten

Lange Diskussionen, Predigten und Strafen ohne unmittelbaren Zusammenhang wirken bei ADHS nicht — sie erzeugen Scham und Gegenwehr. Kurz und klar: „Das war falsch. Jetzt kurze Auszeit." Danach weiter wie gewohnt.

Bewegungspausen einbauen

Das ADHS-Gehirn braucht Bewegung zur Selbstregulation. Planen Sie regelmäßige Bewegungspausen zwischen Konzentrationsphasen ein — 10 Minuten Trampolin vor den Hausaufgaben kann mehr bringen als ein langer Elterngespräch.

Tipp

Trauma mitdenken: Bei Pflegekindern mit ADHS und Traumageschichte gilt es, Token-Systeme behutsam einzuführen. Kinder, die in Verhältnissen aufgewachsen sind, in denen Zuneigung an Leistung geknüpft war, können Belohnungssysteme als bedrohlich erleben. Beobachten Sie die Reaktion des Kindes genau und passen Sie das System ggf. mit therapeutischer Begleitung an.

Ausführlicher Ratgeber

Verhaltensauffälligkeiten beim Pflegekind

Ursachen, konkrete Reaktionsstrategien und wann professionelle Hilfe nötig ist.

ADHS und Schule — Rechte, Nachteilsausgleich und Schulbegleitung

Die Schule ist oft der Ort, an dem ADHS-Symptome am stärksten auffallen — und gleichzeitig der Ort, an dem Kinder mit ADHS am häufigsten scheitern, wenn sie keine Unterstützung erhalten. Als Pflegeelternteil haben Sie Möglichkeiten, konkrete schulische Unterstützung einzufordern.

Nachteilsausgleich in der Schule

Kinder mit ADHS haben in vielen Bundesländern Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Dieser soll die durch die Störung bedingten Nachteile ausgleichen, ohne die inhaltlichen Anforderungen zu reduzieren (das wäre ein Notenschutz). Der Nachteilsausgleich wird durch Beschluss der Klassenkonferenz gewährt — Eltern haben kein Recht darauf, aber ein sehr starkes Argument, wenn eine fachärztliche Diagnose vorliegt.

Mögliche Maßnahmen des Nachteilsausgleichs

Verlängerte Bearbeitungszeit bei Prüfungen (10–30 %)
Prüfung in separatem Raum (weniger Ablenkung)
Aufgaben schriftlich statt mündlich geben
Häufigere Pausen während der Prüfung
Sitzplatz vorne, nah am Lehrerpult
Große Hausaufgaben aufteilen und zeitlich strecken
Mündliche Prüfung statt schriftlicher (oder umgekehrt)
Nutzung eines Wörterbuchs oder von Hilfsmitteln
Toleranz gegenüber motorischer Unruhe (z. B. Sitzkissen)
Kein Abzug für durch ADHS bedingte Flüchtigkeitsfehler

Schulbegleitung über Eingliederungshilfe § 35a SGB VIII

Wenn ADHS so ausgeprägt ist, dass das Kind ohne individuelle Begleitung am Schulalltag nicht teilnehmen kann, besteht möglicherweise Anspruch auf eine Schulbegleitung (Integrationshelfer/in). Diese wird über die Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII finanziert, wenn:

Eine Abweichung der seelischen Gesundheit über mindestens sechs Monate vorliegt (ADHS allein reicht nicht — es muss eine Teilhabebeeinträchtigung bestehen)
Das Kind in seiner gesellschaftlichen Teilhabe — besonders in der Schule — erheblich eingeschränkt ist
Eine multiaxiale Diagnostik durch eine qualifizierte Fachkraft (Kinder- und Jugendpsychiater) vorliegt
Das Jugendamt einen entsprechenden Hilfebedarf feststellt

Der Antrag wird beim Jugendamt gestellt. Für Pflegekinder ist das Jugendamt in der Regel bereits involviert — sprechen Sie Ihren Pflegekinderdienst auf diesen Anspruch an.

Regelschule oder Förderschule?

ADHS allein ist kein Grund für eine Förderschule. Kinder mit ADHS haben häufig durchschnittliche oder überdurchschnittliche Intelligenz. Die inklusive Regelschule mit Nachteilsausgleich und gegebenenfalls Schulbegleitung ist in der Regel die bessere Option — sowohl für Entwicklung als auch für soziale Integration.

Eine Ausnahme kann eine emotionale Entwicklungsschule (Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung) darstellen, wenn das Kind durch Komorbidität mit Trauma oder Bindungsstörung so stark beeinträchtigt ist, dass eine Regelschule trotz aller Unterstützung überfordert. Diese Entscheidung sollte immer gemeinsam mit dem Jugendamt, dem behandelnden Arzt und der Schule getroffen werden.

Gut zu wissen

Hausaufgaben: Hausaufgaben sind für Kinder mit ADHS ein besonderer Stressfaktor. Strategien, die helfen: fester Zeitpunkt (30–45 Minuten nach Schulende), kurze Aufgaben zuerst, Timer auf 20 Minuten, danach 5 Minuten Bewegungspause. Wenn Hausaufgaben täglich zu Eskalationen führen, sprechen Sie mit der Schule über eine Reduzierung oder Anpassung — viele Schulen sind hier kooperativer als erwartet.

Ausführlicher Ratgeber

Pflegekind und Schule: Rechte, Übergänge und Unterstützung

Schulwechsel, Nachteilsausgleich, Schulbegleitung und Elternrechte bei Pflegekindern.

Unterstützungsangebote — was die Kasse zahlt und was das Jugendamt leistet

Neben Medikation gibt es eine Reihe therapeutischer und pädagogischer Unterstützungsangebote für Kinder mit ADHS und deren Familien. Viele davon sind durch die gesetzliche Krankenversicherung oder das Jugendamt finanziert.

Ergotherapie

Gesetzliche Krankenversicherung (§ 27 SGB V)

Ergotherapie bei ADHS zielt auf die Verbesserung der Aufmerksamkeitsregulation, Feinmotorik, Alltagsorganisation und Selbststeuerung. Für Kinder bis 18 Jahren ist Ergotherapie kassenfinanziert — Überweisung vom Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater. Wartezeiten: 3–12 Monate, je nach Region.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Gesetzliche Krankenversicherung (§ 27 SGB V)

Verhaltenstherapie für Kinder mit ADHS fokussiert auf Selbstinstruktionsstrategien, Impulskontrolle, Problemlösung und Emotionsregulation. Für traumatisierte Pflegekinder wird die KVT mit traumafokussierten Elementen (TF-KVT) kombiniert. Kassenzulassung erforderlich, Antrag über Therapeutin.

Eltern- und Pflegeelterntraining

Teilweise KV, teilweise Jugendamt, teilweise Selbstzahler

Evidenzbasierte Programme wie THOP (Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischer und oppositioneller Problemverhalten), Triple P oder MiKiD (Mutter-Kind-Dyade) vermitteln Pflegeeltern konkrete Strategien. Viele Beratungsstellen und Pflegekinddienste bieten diese Trainings an — fragen Sie Ihren Pflegekinderdienst.

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Jugendamt (§ 31 SGB VIII)

Bei besonders belasteten Pflegeverhältnissen kann das Jugendamt eine sozialpädagogische Familienhilfe bewilligen — eine Fachkraft kommt regelmäßig in den Haushalt und unterstützt bei der Alltagsgestaltung, Förderplanung und Krisenintervention.

Selbsthilfe: ADHS Deutschland e. V.

Kostenlos

Der Bundesverband ADHS Deutschland e. V. bietet lokale Selbsthilfegruppen, Beratungstelefone und Informationsmaterialien. Auch für Pflegeeltern, die sich mit anderen Betroffenen austauschen möchten. Website: adhs-deutschland.de

Familienentlastender Dienst (FeD)

Jugendamt oder Träger der Eingliederungshilfe

Bietet kurzfristige Entlastung durch qualifizierte Fachkräfte, die das Kind stundenweise betreuen. Besonders wertvoll für Pflegeeltern, die an ihre Grenzen stoßen. Angebot variiert stark je nach Landkreis und Träger.

Selbstfürsorge für Pflegeeltern nicht vergessen

Ein Kind mit ADHS rund um die Uhr zu begleiten ist anspruchsvoll. Studien zeigen, dass Eltern von Kindern mit ADHS ein deutlich erhöhtes Risiko für eigene psychische Belastung, Erschöpfung und Partnerschaftsprobleme haben. Das gilt für Pflegeeltern in besonderem Maß, da die Belastung durch das Pflegeverhältnis und die eigene Lebensgeschichte noch hinzukommt.

Regelmäßige Supervision, Austausch mit anderen Pflegeeltern und das Einfordern von Entlastungsangeboten sind keine Luxus — sie sind Voraussetzungen dafür, dass das Pflegeverhältnis langfristig gelingt. Das Jugendamt ist gesetzlich verpflichtet (§ 37a SGB VIII), Pflegeeltern zu beraten und zu unterstützen.

Ausführlicher Ratgeber

Selbstfürsorge für Pflegeeltern

Strategien gegen Erschöpfung, Supervision und professionelle Unterstützung im Pflegealltag.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung (ICD-11: 6A05) mit drei Kernsymptomen: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität — sie betrifft ca. 5 % aller Kinder.
Viele Traumafolgesymptome imitieren ADHS (Hypervigilanz = Hyperaktivität, Dissoziation = Unaufmerksamkeit). Vor jeder ADHS-Diagnose bei Pflegekindern muss eine Traumaanamnese stattfinden (S3-Leitlinie AWMF).
Für eine valide Diagnostik empfiehlt sich das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) — kassenfinanziert, interdisziplinär, erfahren mit Pflegekindsituationen.
Methylphenidat und Lisdexamfetamin unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Pflegeeltern benötigen für den Beginn dieser Therapie die Zustimmung des Personensorgeberechtigten — nicht § 1688 BGB Alltagssorge.
Struktur, Visualisierung, Aufgabenzerlegung, unmittelbares Lob und Bewegungspausen sind die wirksamsten nicht-medikamentösen Strategien im Alltag.
Nachteilsausgleich in der Schule ist per Klassenkonferenzbeschluss möglich; Schulbegleitung über Eingliederungshilfe § 35a SGB VIII, wenn die ADHS zu einer Teilhabebeeinträchtigung führt.
Ergotherapie und Verhaltenstherapie sind kassenfinanziert; Elterntraining (THOP, Triple P) über Jugendamt oder Beratungsstellen.

Häufige Fragen zu ADHS bei Pflegekindern

Ist ADHS bei Pflegekindern häufiger als bei anderen Kindern?

Studien zeigen, dass ADHS-Diagnosen bei Pflegekindern zwei- bis dreimal häufiger gestellt werden als in der Allgemeinbevölkerung. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein erheblicher Teil dieser Diagnosen möglicherweise Traumafolgesymptome widerspiegelt, die klinisch wie ADHS aussehen. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) und Forschende wie Heinz Kindler weisen darauf hin, dass bei Pflegekindern eine besonders sorgfältige Differenzialdiagnostik unerlässlich ist, bevor eine ADHS-Diagnose vergeben wird. Gleichzeitig kann ADHS und Trauma selbstverständlich gleichzeitig vorliegen — beide Diagnosen schließen sich nicht aus.

Darf ich als Pflegeelternteil meinem Pflegekind Ritalin geben?

Für die Verabreichung von Methylphenidat (Ritalin, Medikinet, Concerta) oder anderen psychotropen Medikamenten brauchen Pflegeeltern die ausdrückliche Einwilligung des Personensorgeberechtigten. Die Alltagssorge nach § 1688 BGB, die Pflegeeltern kraft Gesetzes zusteht, berechtigt nur zu Maßnahmen des normalen Alltags und medizinischen Routinebehandlungen. Die Entscheidung über den Beginn einer Stimulanzien-Therapie ist eine wesentliche medizinische Entscheidung, die über den Alltagsbereich hinausgeht. Liegt das Sorgerecht beim Jugendamt (z. B. nach Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII oder nach Entzug gemäß § 1666 BGB), muss der zuständige Vormund einwilligen. Liegt das Sorgerecht noch bei den Eltern, sind diese zu beteiligen. Klären Sie die Zuständigkeit immer vor Beginn einer Medikation.

Kann ADHS durch Trauma ausgelöst werden?

Diese Frage ist komplex. Im neurobiologischen Sinne 'verursacht' Trauma keine ADHS — ADHS hat eine starke genetische Komponente und geht mit strukturellen Besonderheiten im präfrontalen Kortex und im dopaminergen System einher. Allerdings können frühe Adversitäten (Vernachlässigung, Misshandlung, frühe Trennungen) die Gehirnentwicklung so beeinflussen, dass sich ADHS-ähnliche Symptome entwickeln: Hypervigilanz imitiert Hyperaktivität, Dissoziation imitiert Unaufmerksamkeit, Kontrollverlust imitiert Impulsivität. Beide Zustände können gleichzeitig existieren. Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik — idealerweise mit Traumaanamnese vor der ADHS-Diagnostik — ist deshalb bei Pflegekindern zwingend erforderlich.

Wer zahlt die ADHS-Diagnostik bei meinem Pflegekind?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für eine ADHS-Diagnostik beim niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater oder in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). Die Wartezeiten am SPZ betragen häufig drei bis sechs Monate. Für Pflegekinder, die gesetzlich krankenversichert sind — was in der Regel über die Pflegefamilie oder das Jugendamt sichergestellt wird — entstehen dabei keine Kosten. Ist die Krankenversicherung des Kindes unklar, muss das Jugendamt umgehend handeln. Private Diagnostik ist möglich, aber kostenintensiv (500–1.500 Euro) und nicht kassenfinanziert.

Hat mein Pflegekind mit ADHS Anspruch auf Eingliederungshilfe?

Ja, wenn die ADHS zu einer (drohenden) seelischen Behinderung im Sinne von § 35a SGB VIII führt. Voraussetzungen sind: (1) Eine Abweichung der seelischen Gesundheit, die länger als sechs Monate andauert (die ADHS-Diagnose allein reicht nicht), und (2) eine dadurch bedingte Teilhabebeeinträchtigung — das Kind ist in seiner Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, insbesondere in Schule und sozialem Umfeld, erheblich eingeschränkt. Nötig ist eine multiaxiale Diagnostik durch eine qualifizierte Fachperson. Der Anspruch umfasst z. B. Schulbegleitung, Ergotherapie oder sozialpädagogische Einzelbegleitung. Zuständig ist das Jugendamt.

Bekommt mein Pflegekind mit ADHS Nachteilsausgleich in der Schule?

Ja, Nachteilsausgleich ist für Kinder mit ADHS grundsätzlich möglich. Er wird auf Beschluss der Klassenkonferenz gewährt und erfordert kein offizielles Attest, wohl aber eine schulärztliche oder fachärztliche Stellungnahme. Mögliche Maßnahmen: verlängerte Bearbeitungszeit, separate Prüfungsräume, schriftliche Aufgabenstellung statt mündlicher Ansage, Sitzplatz vorne. ADHS-bedingte Schreibfehler können unter Umständen ähnlich wie eine Legasthenie behandelt werden (LRS-Erlass). Der Weg führt über das Gespräch mit der Schule und dem Jugendamt — Pflegeeltern sollten die Diagnose und Empfehlung des Arztes schriftlich vorlegen.

ADHS-Alltag strukturiert begleiten

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