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Netzwerk & Unterstützung

Pflegeelternvereine und Netzwerke
Vernetzung, Austausch & Unterstützung

Pflegeeltern stehen vor Herausforderungen, die nur wenige Menschen wirklich nachvollziehen können. Umso wichtiger ist der Austausch mit Gleichgesinnten. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Vereine, Gruppen und Netzwerke es gibt — und wie du sie für dich nutzen kannst.

12 Min. LesezeitAktualisiert: Februar 2026

Warum Vernetzung für Pflegeeltern wichtig ist

Pflegeeltern zu sein bedeutet, eine Aufgabe zu übernehmen, die kaum jemand im Bekanntenkreis wirklich versteht. Das Umfeld meint es oft gut, aber Sätze wie “Ihr seid so toll, dass ihr das macht” oder “Warum tut ihr euch das an?” zeigen vor allem eines: wie wenig Außenstehende die Realität des Pflegealltags kennen.

Diese Isolation ist eine der größten Belastungen für Pflegefamilien. Nicht die schwierigen Momente mit dem Kind, nicht die Bürokratie des Jugendamtes, nicht die komplizierten Umgangskontakte — sondern das Gefühl, damit allein zu sein. Niemand im Freundeskreis, der versteht, was ein Bindungstest ist. Niemand in der Kita, der weiß, warum das Kind anders reagiert. Niemand am Arbeitsplatz, der nachvollziehen kann, warum ein Hilfeplangespräch emotional so aufreibend ist.

Isolation als Risikofaktor

Forschungen zur Belastung von Pflegeeltern zeigen einen klaren Zusammenhang: Je isolierter Pflegeeltern sind, desto höher ist das Risiko für Burnout, sekundäre Traumatisierung und vorzeitige Beendigung des Pflegeverhältnisses. Isolation verstärkt das Gefühl der Überforderung, weil jede Herausforderung allein getragen werden muss — ohne Vergleich, ohne Feedback, ohne das entlastende Wissen, dass andere ähnliche Erfahrungen machen.

Umgekehrt zeigt die Praxis: Pflegeeltern, die gut vernetzt sind, halten deutlich länger durch. Sie haben Ansprechpartner in Krisen, kennen ihre Rechte besser, nutzen mehr Unterstützungsangebote und berichten über eine höhere Zufriedenheit im Pflegealltag.

Austausch mit Gleichgesinnten

Andere Pflegeeltern verstehen, was du durchmachst — ohne lange Erklärungen. Das Gefühl, nicht allein zu sein, ist unbezahlbar. Ein einziges Gespräch mit jemandem, der dasselbe erlebt, kann mehr bewirken als zehn Gespräche mit wohlmeinenden Freunden.

Erfahrungswissen nutzen

Erfahrene Pflegeeltern haben Situationen gemeistert, die dir vielleicht noch bevorstehen. Sie kennen die Fallstricke im System, wissen welche Fortbildungen sich lohnen und können praktische Tipps geben, die in keinem Ratgeber stehen.

Gegenseitige Unterstützung

In einem Netzwerk entsteht echte Hilfe auf Augenhöhe: Gegenseitiges Babysitten, gemeinsame Ausflüge mit den Kindern, emotionale Unterstützung in schwierigen Phasen. Dieses informelle Netzwerk ist oft tragfähiger als jede offizielle Hilfe.

Stabilere Pflegeverhältnisse

Vernetzte Pflegeeltern brechen Pflegeverhältnisse seltener ab. Der Grund ist einfach: Wer in Krisen Unterstützung hat, kommt durch schwierige Phasen — statt das Pflegekind zurückzugeben, weil die Last allein nicht mehr tragbar ist.

Gut zu wissen

Eine Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigt, dass Pflegefamilien mit Zugang zu Pflegeelterngruppen und Fortbildungsangeboten eine signifikant niedrigere Abbruchquote aufweisen. Vernetzung ist damit nicht nur gut für dich — sie schützt auch das Kind vor einem weiteren Beziehungsabbruch.

Pflegeelternvereine in Deutschland

In Deutschland gibt es eine gewachsene Struktur von Vereinen und Verbänden, die sich speziell für die Belange von Pflegefamilien einsetzen. Diese Vereine sind weit mehr als gesellige Stammtische — sie sind politische Interessenvertretung, Fortbildungsanbieter, Beratungsstellen und Netzwerke in einem.

Was Pflegeelternvereine leisten

Die Aufgaben von Pflegeelternvereinen sind vielfältig und gehen weit über das hinaus, was man von einem klassischen Verein erwartet. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und dem Pflegealltag — und füllen damit eine Lücke, die das Jugendamt allein nicht schließen kann.

Politische Interessenvertretung

Pflegeelternvereine vertreten die Interessen von Pflegefamilien gegenüber Politik und Verwaltung. Sie arbeiten in Gremien mit, kommentieren Gesetzesentwürfe, organisieren Petitionen und machen auf Missstände aufmerksam. Ohne diese Lobby würden die Belange von Pflegefamilien in der politischen Diskussion oft untergehen.

Fortbildungen und Fachtagungen

Viele Vereine organisieren eigene Fortbildungsprogramme zu Themen wie Trauma, Bindung, FASD, Recht und Selbstfürsorge. Diese Angebote sind oft günstiger als vergleichbare Programme kommerzieller Anbieter und speziell auf die Bedürfnisse von Pflegeeltern zugeschnitten.

Beratung und Rechtsberatung

Mitglieder erhalten Zugang zu fachlicher Beratung und in vielen Vereinen auch zu einer jugendhilferechtlichen Rechtsberatung. Gerade bei Konflikten mit dem Jugendamt, Fragen zum Pflegegeld oder Problemen mit Umgangsregelungen ist diese Unterstützung Gold wert.

Vernetzung und Gemeinschaft

Der vielleicht wichtigste Aspekt: Vereine bringen Pflegeeltern zusammen. Ob bei Stammtischen, Familientreffen, Ausflügen oder Ferienfreizeiten — der persönliche Kontakt zu anderen Pflegefamilien schafft Gemeinschaft und bricht die Isolation auf.

Wie finde ich einen Pflegeelternverein?

Über das Jugendamt fragen

Der Pflegekinderdienst hat in der Regel eine Übersicht über lokale Pflegeelternvereine und -gruppen. Fragt direkt beim ersten Kontakt oder beim nächsten Hilfeplangespräch danach.

PFAD Bundesverband — Landesverband suchen

Auf pfad-bv.de findet ihr die Landesverbände des PFAD Bundesverbandes. Diese können euch an lokale Ortsgruppen weiterleiten, die es in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt.

Online-Suche nach Landkreis

Eine Internetsuche nach “Pflegeelternverein” oder “Pflegeelterngruppe” plus eurem Landkreis oder eurer Stadt führt oft schnell zum Ziel. Auch Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie oder AWO betreiben in vielen Regionen eigene Pflegeelternangebote.

Freie Träger der Jugendhilfe

Viele freie Träger — etwa St. Elisabeth-Verein, Diakonische Werke oder regionale Jugendhilfeeinrichtungen — bieten Pflegeelterngruppen und Fortbildungen an. Fragt beim Jugendamt, welche Träger in eurer Region aktiv sind.

Mitgliedschaft: Kosten und Leistungen

Die Mitgliedschaft in einem Pflegeelternverein kostet typischerweise zwischen 30 und 60 Euro pro Jahr. Dafür erhaltet ihr je nach Verein Zugang zu einem umfangreichen Leistungspaket.

Typische Leistungen einer Vereinsmitgliedschaft

  • Fachzeitschrift (z. B. 'PFAD' — 4x jährlich)
  • Zugang zu Fortbildungen und Fachtagungen, oft vergünstigt
  • Individuelle Beratung bei Fragen zum Pflegealltag
  • Rechtsberatung bei jugendhilferechtlichen Problemen
  • Teilnahme an Stammtischen und Regionaltreffen
  • Familienwochenenden und Freizeitangebote mit Kindern
  • Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung
  • Newsletter und Informationen zu aktuellen Entwicklungen

Tipp

Die Mitgliedschaft in einem Pflegeelternverein ist steuerlich als Sonderausgabe absetzbar. Bewahrt die Beitragsquittung auf und gebt sie bei der Steuererklärung an. Bei gemeinnützigen Vereinen könnt ihr auch Spendenbescheinigungen erhalten.

PFAD Bundesverband e.V. — die Stimme der Pflegefamilien

Der PFAD — Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. ist der größte und bekannteste Zusammenschluss von Pflege- und Adoptivfamilienverbänden in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1976 setzt er sich konsequent für die Rechte und Belange von Pflegefamilien ein — auf politischer, fachlicher und praktischer Ebene.

PFAD Bundesverband im Überblick

Gründung

1976

Sitz

Berlin

Struktur

Bundesverband mit Landesverbänden und Ortsgruppen

Website

pfad-bv.de

Fachzeitschrift

PFAD — 4x jährlich

Zielgruppe

Pflege- und Adoptivfamilien, Fachkräfte

Politische Arbeit und Lobbying

Eine der wichtigsten Aufgaben des PFAD Bundesverbandes ist die politische Interessenvertretung. Der Verband arbeitet in Fachgremien auf Bundes- und Landesebene mit, kommentiert Gesetzesentwürfe und macht sich für konkrete Verbesserungen stark — etwa für eine angemessene Erhöhung des Pflegegeldes, für bessere Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe und für die Stärkung der Rechte von Pflegeeltern.

Die Novellierung des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) 2021 war ein Meilenstein, an dem der PFAD Bundesverband aktiv mitgewirkt hat. Die Einführung von § 37a SGB VIII — der erstmals eine qualifizierte Begleitung von Pflegefamilien durch das Jugendamt gesetzlich vorschreibt — ist auch ein Verdienst dieser Lobbyarbeit.

Fachzeitschrift “PFAD”

Die Fachzeitschrift “PFAD” erscheint viermal jährlich und richtet sich an Pflegeeltern, Adoptivfamilien und Fachkräfte. Jede Ausgabe behandelt ein Schwerpunktthema — etwa Trauma, Bindung, Recht, Umgang oder Selbstfürsorge — mit Fachartikeln, Praxisberichten und aktuellen Informationen zur Rechtsprechung. Für Vereinsmitglieder ist die Zeitschrift im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Fortbildungen und Fachtagungen

Der PFAD Bundesverband und seine Landesverbände organisieren regelmäßig Fortbildungen und Fachtagungen. Themen reichen von Traumapädagogik über rechtliche Grundlagen bis hin zu Selbstfürsorge und Biografiearbeit. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur fachlichen Input, sondern auch die Möglichkeit zur Vernetzung mit Pflegeeltern aus anderen Regionen.

Landesverbände und Ortsgruppen

Der PFAD Bundesverband ist föderalistisch organisiert: In den meisten Bundesländern gibt es einen Landesverband, der die Arbeit vor Ort koordiniert. Darunter existieren Ortsgruppen und Kreisverbände, die regelmäßige Treffen, Stammtische und lokale Veranstaltungen organisieren. Diese dezentrale Struktur sorgt dafür, dass Pflegeeltern auch in ländlichen Regionen Zugang zu Vernetzung und Beratung haben.

Gut zu wissen

Nicht alle Pflegeelternvereine sind dem PFAD Bundesverband angeschlossen. Es gibt auch unabhängige regionale Vereine und Initiativen, die hervorragende Arbeit leisten. Der PFAD ist jedoch die größte und bekannteste Organisation und ein guter erster Anlaufpunkt, um sich zu orientieren.

Lokale und regionale Pflegeelterngruppen

Neben den organisierten Vereinen gibt es in vielen Regionen informelle Pflegeelterngruppen — Stammtische, Gesprächskreise, Selbsthilfegruppen. Diese Treffen sind oft der niedrigschwelligste Einstieg in die Vernetzung und haben einen besonderen Charme: Sie leben vom persönlichen Austausch auf Augenhöhe, ohne formale Strukturen.

Selbsthilfegruppen vor Ort

Selbsthilfegruppen für Pflegeeltern gibt es in vielen Städten und Landkreisen. Sie werden oft von erfahrenen Pflegeeltern geleitet und treffen sich regelmäßig — etwa einmal im Monat — in Gemeindezentren, Familienzentren oder Räumen des Jugendamtes. Die Themen ergeben sich aus dem Alltag der Teilnehmer: aktuelle Herausforderungen, Erfahrungen mit dem Jugendamt, Tipps für den Umgang mit schwierigen Situationen.

Das Besondere an Selbsthilfegruppen: Hier gibt es keine Fachkraft, die erklärt, wie es richtig geht. Stattdessen tauschen sich Betroffene auf Augenhöhe aus — mit dem Wissen, dass alle im Raum ähnliche Erfahrungen machen. Diese Form der Unterstützung hat eine andere Qualität als professionelle Beratung und ergänzt diese ideal.

Stammtische und regelmäßige Treffen

Pflegeeltern-Stammtische sind ungezwungener als formale Gruppentreffen. Man trifft sich in einem Café, einem Gemeindehaus oder privat, tauscht sich aus und knüpft Kontakte. Stammtische werden oft vom Jugendamt, von Pflegeelternvereinen oder auch privat organisiert.

Der Vorteil von regelmäßigen Treffen: Es entstehen echte Beziehungen. Man kennt die Geschichten der anderen, verfolgt die Entwicklungen mit und hat Ansprechpartner, die man auch zwischen den Treffen kontaktieren kann. Aus Stammtischen entstehen oft die stabilsten informellen Netzwerke.

Eine eigene Pflegeelterngruppe gründen

Wenn es in eurer Region noch keine Pflegeelterngruppe gibt, könnt ihr selbst eine ins Leben rufen. Das ist einfacher als man denkt — und das Jugendamt unterstützt solche Initiativen in der Regel gern.

1

Jugendamt ansprechen

Informiert euren Pflegekinderdienst über euer Vorhaben. Jugendämter haben einen Überblick über alle Pflegefamilien in der Region und können euch mit interessierten Pflegeeltern vernetzen. Außerdem stellen viele Jugendämter kostenlos Räume zur Verfügung.

2

Regelmäßigen Termin festlegen

Wählt einen festen Rhythmus — zum Beispiel jeden zweiten Dienstag im Monat — und haltet ihn konsequent ein. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel: Nur wenn ein Termin verlässlich stattfindet, planen Teilnehmer ihn ein.

3

Mit offenem Format starten

Beginnt ohne feste Tagesordnung. Lasst die Themen aus der Gruppe kommen. Fragt am Anfang einfach: 'Was beschäftigt euch gerade?' Das senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass die Treffen relevant bleiben.

4

Kinderbetreuung organisieren

Ein häufiges Hindernis für die Teilnahme: fehlende Kinderbetreuung. Wenn möglich, organisiert parallel eine Betreuung für die Kinder — durch Ehrenamtliche, ältere Pflegekinder oder einen Babysitterdienst. Das erhöht die Teilnahme erheblich.

5

Wachsen lassen und ausbauen

Wenn die Gruppe stabil ist, könnt ihr Referenten einladen (z. B. einen Therapeuten, einen Anwalt, eine Fachkraft vom Jugendamt), thematische Abende organisieren oder gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern planen — Ausflüge, Grillnachmittage, Weihnachtsfeiern.

Tipp

Der PFAD Bundesverband unterstützt bei der Gründung von Ortsgruppen mit Materialien, Beratung und organisatorischer Hilfe. Wenn ihr eine Gruppe gründen wollt, könnt ihr euch direkt an den zuständigen Landesverband wenden. Auch Selbsthilfe-Kontaktstellen (NAKOS — nakos.de) helfen bei der Gründung von Selbsthilfegruppen.

Ausführlicher Ratgeber

Selbstfürsorge für Pflegeeltern

Burnout erkennen, Warnsignale ernst nehmen und wirksam für dich sorgen.

Online-Netzwerke und Foren

Nicht jeder hat eine Pflegeelterngruppe in der Nähe. Nicht jeder kann abends das Haus verlassen. Und manchmal braucht man Rat um 22 Uhr, wenn kein Stammtisch stattfindet. Für all diese Situationen gibt es Online-Netzwerke — und sie haben sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Vernetzungsinstrument für Pflegeeltern entwickelt.

Facebook-Gruppen

Es gibt zahlreiche Facebook-Gruppen für Pflegeeltern mit teils tausenden Mitgliedern. Gruppen wie 'Pflegeeltern Deutschland', 'Pflegefamilien — Austausch und Unterstützung' oder regionale Gruppen bieten schnelle Hilfe und breiten Erfahrungsaustausch. Vorteil: große Reichweite und schnelle Antworten. Nachteil: Die Qualität der Beiträge variiert stark, und der Datenschutz ist auf Facebook begrenzt.

pflegeeltern.space Community

Unsere Plattform pflegeeltern.space bietet eine geschützte Community speziell für Pflegefamilien — mit regionaler Vernetzung über eine Karte, Chat-Funktion, thematischen Gruppen und DSGVO-konformem Datenschutz. Hier könnt ihr euch sicher austauschen, ohne sensible Daten auf öffentlichen Plattformen preiszugeben.

WhatsApp- und Signal-Gruppen

Aus lokalen Pflegeelterntreffen entstehen oft WhatsApp- oder Signal-Gruppen für den schnellen Austausch zwischendurch. Diese Gruppen sind ideal für kurze Fragen, gegenseitige Hilfe und die Organisation gemeinsamer Aktivitäten. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet einen gewissen Schutz.

Online-Foren

Klassische Online-Foren wie das Forum auf moses-online.de oder pflegeeltern-forum.de bieten ausführlichere Diskussionen als Social-Media-Gruppen. Der Vorteil: Ältere Beiträge bleiben durchsuchbar, Themen werden strukturiert behandelt, und die Diskussionskultur ist oft sachlicher als in Facebook-Gruppen.

Datenschutz beachten — keine Kinderdaten online!

So wertvoll der Online-Austausch ist — ein Thema ist absolut nicht verhandelbar: der Datenschutz eures Pflegekindes. Pflegekinder haben Persönlichkeitsrechte, die auch (und gerade) in Online-Foren geschützt werden müssen.

Datenschutz-Regeln für den Online-Austausch

Niemals den echten Namen des Pflegekindes verwenden — immer anonymisieren oder einen Ersatznamen nutzen
Keine Fotos des Pflegekindes in offenen Gruppen oder Foren posten
Keine Details teilen, die das Kind identifizierbar machen (Schule, Stadtteil, Diagnose + Alter)
Keine Informationen über die Herkunftsfamilie veröffentlichen
Bei geschlossenen Gruppen: Prüfen, wer Zugang hat und ob die Gruppe moderiert wird
Bedenken: Screenshots können aus jeder Gruppe heraus weitergegeben werden

Wichtig

Das Veröffentlichen von Fotos oder identifizierbaren Informationen über Pflegekinder in sozialen Medien kann rechtliche Konsequenzen haben — bis hin zur Ordnungswidrigkeit nach der DSGVO oder sogar zur Gefährdung des Pflegeverhältnisses. Der Vormund muss der Veröffentlichung zustimmen, und bei Pflegekindern ist das in der Regel das Jugendamt. Seid hier konsequent vorsichtig.

Fortbildungen und Fachtagungen

Pflegeeltern stehen vor Erziehungsaufgaben, die weit über das hinausgehen, was die meisten Eltern erleben. Traumatisierte Kinder, Bindungsstörungen, FASD, komplexe Rechtsfragen — all das erfordert Wissen, das man nicht intuitiv mitbringt. Fortbildungen sind deshalb kein optionaler Luxus, sondern eine Investition in die Qualität des Pflegeverhältnisses.

Dein Rechtsanspruch: § 37a SGB VIII

Nach § 37a SGB VIII sind Jugendämter verpflichtet, Pflegeeltern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Dieser Anspruch umfasst ausdrücklich den Zugang zu Fortbildungen. Die konkrete Umsetzung variiert je nach Jugendamt — manche bieten eigene Programme an, andere finanzieren externe Angebote.

Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) 2021 wurde dieser Anspruch durch § 37a SGB VIII nochmals konkretisiert: Pflegepersonen haben ein Recht auf qualifizierte Begleitung, zu der auch Fortbildungsangebote gehören.

Angebote der Jugendämter

Viele Jugendämter bieten eigene Fortbildungsprogramme für Pflegeeltern an — oft in Zusammenarbeit mit freien Trägern oder Bildungseinrichtungen. Diese Angebote sind in der Regel kostenlos oder stark vergünstigt und finden abends oder an Wochenenden statt, um berufstätigen Pflegeeltern die Teilnahme zu ermöglichen.

Typische Formate sind Einzelvorträge (2-3 Stunden), Tagesworkshops, mehrtägige Seminarreihen und Supervisionszirkel. Fragt beim Pflegekinderdienst nach dem aktuellen Fortbildungsprogramm — und meldet euch frühzeitig an, denn die Plätze sind oft begrenzt.

Angebote der Pflegeelternvereine

Pflegeelternvereine wie PFAD e.V. und seine Landesverbände organisieren eigene Fortbildungsprogramme. Der Vorteil: Diese Angebote werden von und für Pflegeeltern entwickelt und treffen damit oft genauer die tatsächlichen Bedürfnisse als behördliche Programme. Mitglieder erhalten in der Regel vergünstigte Teilnahmegebühren.

Wichtige Fortbildungsthemen

Trauma und Traumapädagogik

Grundlagen der Psychotraumatologie, Traumafolgestörungen erkennen, traumasensibel im Alltag handeln, Umgang mit Flashbacks und Dissoziationen. Eines der wichtigsten Themen für Pflegeeltern überhaupt.

Bindung und Bindungsstörungen

Bindungstheorie nach Bowlby, Bindungstypen erkennen, sichere Bindung aufbauen bei Kindern mit Bindungsstörungen, feinfühlig auf Bindungsbedürfnisse reagieren.

FASD (Fetales Alkoholsyndrom)

Symptome und Diagnose, Auswirkungen auf Verhalten und Lernen, alltagspraktische Strategien, Nachteilsausgleich in der Schule, Beantragung von Schwerbehinderung.

Recht und Verwaltung

SGB VIII für Pflegeeltern, Pflegegeld und Sonderbedarfe, Umgangsrecht, Hilfeplanverfahren, Rechte gegenüber dem Jugendamt, Sorgerechtsfragen.

Biografiearbeit

Methoden der Biografiearbeit mit Pflegekindern, Lebensgeschichten aufarbeiten, Erinnerungsbücher gestalten, altersgerechte Aufklärung über die eigene Geschichte.

Selbstfürsorge und Stressmanagement

Burnout-Prävention, sekundäre Traumatisierung erkennen, Grenzen setzen, Ressourcen aktivieren, Partnerschaft im Pflegealltag stärken.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für Fortbildungen variieren stark: Angebote des Jugendamtes sind meist kostenlos, Vereinsangebote liegen zwischen 10 und 50 Euro pro Veranstaltung, externe Fachtagungen können 100 bis 300 Euro kosten. Die Finanzierung sollte kein Hindernis sein — es gibt mehrere Wege, die Kosten zu decken.

Kostenübernahme durch das Jugendamt beantragen

Stellt beim Pflegekinderdienst oder bei der Wirtschaftlichen Jugendhilfe einen schriftlichen Antrag auf Kostenübernahme unter Verweis auf § 37a SGB VIII. Beschreibt, warum die Fortbildung für die Betreuung eures Pflegekindes relevant ist.

Vereinsmitgliedschaft nutzen

Mitglieder von Pflegeelternvereinen erhalten oft vergünstigte oder kostenlose Fortbildungsangebote. Allein die Fortbildungsrabatte können den Jahresbeitrag mehr als ausgleichen.

Bildungsgutscheine und Förderungen

In einigen Bundesländern gibt es Bildungsgutscheine oder Bildungsurlaub, der auch für Fortbildungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe genutzt werden kann. Informiert euch bei eurem Arbeitgeber oder der zuständigen Landesbehörde.

Steuerliche Absetzbarkeit

Fortbildungskosten, die im Zusammenhang mit der Pflegetätigkeit stehen, können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden. Bewahrt alle Belege auf und sprecht mit eurem Steuerberater.

Tipp

Viele Fortbildungen werden inzwischen auch als Online-Seminare angeboten — das erleichtert die Teilnahme erheblich, besonders wenn Kinderbetreuung ein Problem ist oder der Weg zu weit wäre. Achtet bei der Suche auch auf Webinar-Angebote und Online-Fachtagungen.

Zusammenarbeit mit dem Jugendamt stärken

Die Beziehung zwischen Pflegeeltern und Jugendamt ist entscheidend für den Erfolg eines Pflegeverhältnisses. Auch hier spielt Vernetzung eine wichtige Rolle — denn Pflegeeltern, die organisiert und informiert auftreten, werden vom Jugendamt ernster genommen.

§ 37 SGB VIII: Beratung und Unterstützung

Nach § 37 SGB VIII ist das Jugendamt verpflichtet, Pflegeeltern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Das umfasst nicht nur individuelle Beratung, sondern auch die Förderung von Zusammenschlüssen und Netzwerken. Jugendämter sollten Pflegeelterngruppen aktiv unterstützen und fördern.

In der Praxis bedeutet das: Wenn euer Jugendamt keine Pflegeelterngruppen oder Fortbildungen anbietet, könnt ihr diesen Anspruch aktiv einfordern. Schriftlich und mit Verweis auf die Rechtsgrundlage.

Pflegeeltern-Sprecher und -Beiräte

In einigen Jugendamtsbezirken gibt es gewählte Pflegeeltern-Sprecher oder Pflegeeltern-Beiräte. Diese Gremien vertreten die Interessen aller Pflegefamilien gegenüber dem Jugendamt und können strukturelle Probleme ansprechen, die einzelne Pflegeeltern nicht lösen können.

Pflegeeltern-Sprecher werden in der Regel von den Pflegefamilien eines Bezirks gewählt und haben ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die alle Pflegefamilien betreffen — etwa Fortbildungsprogramme, Pflegegeld-Regelungen oder die Organisation von Pflegeelterntreffen.

Qualitätszirkel und Arbeitsgruppen

Manche Jugendämter richten Qualitätszirkel ein, in denen Pflegeeltern, Fachkräfte und manchmal auch Vertreter der Herkunftsfamilien gemeinsam an der Verbesserung der Pflegekinderhilfe arbeiten. Die Teilnahme an solchen Gremien ist zeitaufwändig, aber wirkungsvoll — denn hier werden die Rahmenbedingungen gestaltet, unter denen alle Pflegefamilien arbeiten.

Wenn es in eurem Jugendamtsbezirk keinen Qualitätszirkel gibt, könnt ihr die Einrichtung eines solchen Gremiums anregen — idealerweise gemeinsam mit anderen Pflegeeltern und einem Pflegeelternverein im Rücken.

Wenn die Zusammenarbeit schwierig ist

Nicht immer läuft die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt reibungslos. Personalwechsel, unterschiedliche Einschätzungen, bürokratische Hürden oder fehlende Rückmeldungen können frustrieren und belasten. In solchen Situationen ist ein Netzwerk besonders wertvoll.

Pflegeelternverein als Rückendeckung

Wenn ihr als einzelne Pflegeeltern nicht gehört werdet, kann ein Pflegeelternverein Gewicht hinter eure Anliegen bringen. Vereinsvorstände kennen die Strukturen, haben Kontakte in die Verwaltung und können vermittelnd auftreten.

Erfahrene Pflegeeltern als Mentoren

Ältere, erfahrene Pflegeeltern haben ähnliche Situationen oft schon durchgestanden. Sie können praktische Tipps geben, wie man in Hilfeplangesprächen argumentiert, welche Anträge sinnvoll sind und wie man Konflikte deeskaliert.

Ombudsstellen einschalten

Bei dauerhaften Problemen mit dem Jugendamt können unabhängige Ombudsstellen vermitteln. Die Bundesarbeits- gemeinschaft Ombudschaft (bag-ombudschaft.de) bietet eine Übersicht über regionale Anlaufstellen.

Ausführlicher Ratgeber

Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

ASD, PKD, Rechte und Pflichten, Konflikte lösen — der vollständige Praxis-Ratgeber.

Hilfsangebote und Beratungsstellen

Neben Vereinen und Netzwerken gibt es professionelle Beratungsstellen, die Pflegeeltern in schwierigen Situationen unterstützen. Diese Angebote sind vertraulich, oft kostenlos und können eine wichtige Ergänzung zum informellen Netzwerk sein.

Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII)

Erziehungsberatungsstellen gibt es in jeder Region — sie sind kostenlos, vertraulich und für alle Familien zugänglich. Pflegeeltern können sich hier zu Erziehungsfragen, Verhaltensauffälligkeiten, Schulproblemen oder familiären Konflikten beraten lassen. Ein Termin ist meist innerhalb weniger Wochen möglich. Sucht auf bke.de nach einer Beratungsstelle in eurer Nähe.

Familienberatung und Paarberatung

Der Pflegealltag belastet oft auch die Partnerschaft und die eigene Familie. Familienberatungsstellen — oft angesiedelt bei Caritas, Diakonie, AWO oder Pro Familia — bieten Paarberatung, Familientherapie und Krisenintervention an. Die Kosten werden häufig von den Trägern übernommen, ein Eigenanteil ist meist gering oder entfällt ganz.

Telefonseelsorge

Wenn es akut wird und sofort jemand zuhören soll: Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar — 365 Tage im Jahr. Rufnummern: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Auch Online-Beratung per Chat und E-Mail ist möglich unter online.telefonseelsorge.de.

Kinder- und Jugendtelefon

Für ältere Pflegekinder, die selbst jemanden zum Reden brauchen: Das Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer ist erreichbar unter 116 111 (montags bis samstags, 14-20 Uhr). Die Beratung ist kostenlos und anonym. Auch Online-Beratung ist möglich unter nummergegenkummer.de.

Wichtige Anlaufstellen im Überblick

  • PFAD e.V.Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien — pfad-bv.de
  • BAOBundesarbeitsgemeinschaft Ombudschaft — bag-ombudschaft.de
  • BKEBundeskonferenz für Erziehungsberatung — bke.de (Beratungsstellensuche)
  • NAKOSNationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen — nakos.de
  • TelefonseelsorgeKostenlos, 24/7 — 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
  • Nummer gegen KummerKinder- und Jugendtelefon 116 111 — kostenlos und anonym

Gut zu wissen

Professionelle Beratung und informelle Vernetzung schließen sich nicht aus — im Gegenteil. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Pflegeeltern beides nutzen: fachliche Beratung für spezifische Problemlagen und ein Netzwerk aus Gleichgesinnten für den alltäglichen Austausch und die emotionale Unterstützung.

Ausführlicher Ratgeber

Rechte und Pflichten von Pflegeeltern

Was dir zusteht und was du leisten musst — alle gesetzlichen Regelungen erklärt.

Häufige Fragen zu Pflegeelternvereinen und Netzwerken

Wie finde ich eine Pflegeelterngruppe in meiner Nähe?

Es gibt mehrere Wege: Fragt zunächst beim zuständigen Jugendamt oder Pflegekinderdienst nach — die meisten haben eine Übersicht über lokale Pflegeelterngruppen und Stammtische. Der PFAD Bundesverband (pfad-bv.de) hat Landesverbände und Ortsgruppen in ganz Deutschland, die ihr über die Website finden könnt. Auch eine einfache Internetsuche nach 'Pflegeelterngruppe' plus eurem Landkreis führt oft zum Ziel. Auf Plattformen wie pflegeeltern.space gibt es zudem eine Community mit regionaler Vernetzung.

Was kostet die Mitgliedschaft in einem Pflegeelternverein?

Die Jahresbeiträge liegen typischerweise zwischen 30 und 60 Euro — abhängig vom Verein und der Region. Dafür erhaltet ihr in der Regel Zugang zu Beratungsangeboten, Fortbildungen, der Fachzeitschrift PFAD, Rechtsberatung bei jugendhilferechtlichen Fragen und einem Netzwerk erfahrener Pflegeeltern. Viele Vereine bieten ermäßigte Beiträge für Alleinerziehende oder Familien mit geringem Einkommen an. Gemessen am Nutzen — insbesondere der Rechtsberatung und den Fortbildungen — ist die Mitgliedschaft eine der besten Investitionen für Pflegeeltern.

Gibt es einen Anspruch auf Fortbildung für Pflegeeltern?

Ja. Nach § 37a SGB VIII sind Jugendämter verpflichtet, Pflegeeltern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Dazu gehört ausdrücklich die Vermittlung und Finanzierung von Fortbildungen. Die konkrete Umsetzung variiert je nach Jugendamt: Manche bieten eigene Fortbildungsprogramme an, andere übernehmen die Kosten für externe Angebote — etwa von Pflegeelternvereinen oder freien Trägern. Fragt aktiv beim Pflegekinderdienst nach, welche Angebote es gibt und wie die Kostenübernahme geregelt ist.

Kann ich auch online Unterstützung als Pflegeelternteil finden?

Ja, es gibt zahlreiche Online-Angebote für Pflegeeltern. Facebook-Gruppen wie 'Pflegeeltern Deutschland' oder 'Pflegefamilien Austausch' haben tausende Mitglieder. WhatsApp-Gruppen entstehen oft aus lokalen Pflegeelterntreffen. Spezialisierte Plattformen wie pflegeeltern.space bieten geschützte Community-Bereiche mit Karte, Chat und thematischen Gruppen. Wichtig: Achtet beim Online-Austausch immer auf den Datenschutz — niemals Namen, Fotos oder identifizierbare Details eurer Pflegekinder in offenen Gruppen teilen. Das verletzt die Persönlichkeitsrechte des Kindes und kann rechtliche Konsequenzen haben.

Wie gründe ich eine lokale Pflegeelterngruppe?

Der einfachste Weg führt über das Jugendamt: Sprecht euren Pflegekinderdienst an und fragt, ob Interesse an einer Pflegeelterngruppe besteht. Jugendämter stellen oft kostenlose Räume zur Verfügung und können euch mit anderen interessierten Pflegeeltern vernetzen. Legt einen regelmäßigen Termin fest — zum Beispiel einmal monatlich am Abend. Startet mit einem offenen Format: gemeinsamer Austausch, keine feste Tagesordnung. Wenn die Gruppe wächst, könnt ihr Referenten einladen, thematische Abende organisieren oder gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern planen. Der PFAD Bundesverband unterstützt bei der Gründung von Ortsgruppen.

Was ist der PFAD Bundesverband?

PFAD — Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. — ist der größte Zusammenschluss von Pflege- und Adoptivfamilienverbänden in Deutschland. Der Verband wurde 1976 gegründet und vertritt die Interessen von Pflegefamilien auf Bundes- und Landesebene. PFAD engagiert sich in der politischen Lobbyarbeit, gibt die Fachzeitschrift 'PFAD' heraus, organisiert Fachtagungen und Fortbildungen und bietet über seine Landesverbände und Ortsgruppen Beratung und Vernetzung an. Die Website pfad-bv.de ist die zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um Pflegefamilien in Deutschland.

Du bist nicht allein

Pflegeeltern.Space verbindet dich mit anderen Pflegefamilien in deiner Region, bietet dir einen geschützten Raum für Austausch und hilft dir mit Dokumentation und Organisation — damit du mehr Energie für das Wesentliche hast.

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